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Letzte Änderung: 27.02.2007
Arbeitsgemeinschaft Tauschringe im Dialog
In einem dreiteiligen Workshop während des Bundestreffens 2005 in
Berlin entwickelten die Teilnehmer/innen die Idee, den Workshop mit Hilfe
moderner Kommunikationstechnis bis zum Bundestreffen 2006 fortzusetzen.
Damit sollten unter Einbeziehung möglichst vieler Tauschringe folgende
Ziele erreicht werden.
- Aufbau einer 'internen Komunikationsstruktur'
- Aufbau eines Dienstleistungspools
- 'Aktive Transparenz'
- keine Einmischung in die Arbeit der einzelnen Tauschringe
- keine Öffentlichkeitsarbeit
Unter AG-TR-Dialog.carookee.de
wurde eine Kommunikationsplattform eingerichtet mit drei verschiedenen
Diskussionsebenen für Jedermann, Tauschringvertreter und aktive AG-Mitglieder.
Hinzu kommen FAQs, die mit der Zeit mit aufkommende, regelmäßig
wiederkehrende Fragen beantwortet sollen.
Es wurde als Anlaufstelle ein Sekretariat eingerichtet das per Mail an
AG-TR-Dialog @ web.de erreichbar
ist. Die Anfragen werden bei Bedarf an die einzelnen, auf Themen spezialisierten
Mitglieder der AG zur Bearbeitung weitergeleitet.
Auf dem Bundestreffen 2006 in Wangen hat sich dann die Arbeitsgemeinschaft
dafür bereit erklärt, das nächste Bundestreffen, in Zusammenarbeit
mit verschiedenen Tauschringen, auszurichten. Das Bundestreffen
der Tauschringe 2007 wird vom 12.-14. Oktober in Kassel, also
in einer zentralen Stadt in Deutschland, stattfinden. Ab sofort werden
Anmeldungen entgegengenommen.
Mitglieder der AG
Im Folgenden möchten sich die einzelnen AG-Mitglieder kurz persönlich
vorstellen.
Diese Liste ist derzeit noch unvollständig. Von den fehlenden Mitgliedern
bitte dringend Foto und Beschreibung an das Sekretariat.
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Birgit Kargl, Talent-Tauschring Ulm
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Mein Name ist Birgit Kargl. Ich bin seit der Gründung vor
über 9 Jahren Mitglied im Talent-Tauschring Ulm. Von Anfang
an habe ich mich in der Verwaltung und Organisation engagiert und
bin, wohl oder übel, bis heute eine der tragenden Stützen
des Tauschringes geblieben. 2000 besuchte ich in Karlsruhe mein
erstes Bundestreffen und habe seitdem viele interessante Kontakte
auf diesen Treffen geknüpft. Damit wuchs auch mein Interesse
an bundesweiten Themen und Tätigkeiten.
Ich finde diese AG bzw. generell eine Bundesstruktur/-vertretung
wichtig, da es vor allem in Deutschland viele ungeklärte Fragen
für Tauschringe gibt. Mir persönlich geht es weniger um
die Weiterentwicklung der Idee, sondern um die Sicherung des Bestehenden,
Bündlung der einzelnen Kräfte und Optimierung der Zusammenarbeit.
Egal welche speziellen Ziele die einzelnen Tauschringe haben, so
haben sie auch viele gemeinsame Punkte, die nur durch Zusammenarbeit
geklärt werden können. Ich möchte meinen Beitrag
dazu leisten.
Ich habe in der AG die Aufgabe übernommen www.tauschringe.org
zu aktualisieren und dort für Tauschringe und Außenstehende
aktuelle Informationen und mögliche Ansprechpartner zu veröffentlichen.
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Laura Frey, Zeitbörse Baunatal
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Ich bin Mitglied der Zeitbörse Baunatal. Als studierte freiberufliche
Musikerin bin ich häufig in Deutschland unterwegs. Hierbei
lernte ich bereits einige Tauschringe kennen. Ebenso wie Horst Petzel
war ich bei dem Gedankenaustausch mit Klaus Reichenbach beteiligt,
da ich eine ähnliche Vision der Tauschringe habe und zur Arbeit
der AG Tauschringe im Dialog gerne meinen Beitrag leisten würde.
Ergänzend zu den Ausführungen von Horst möchte ich
an dieser Stelle betonen, wie sehr es mich freut, dass die AG das
nächste Bundestreffen in Kassel ausrichtet. Meine Intention
ist es, durch die Zusammenarbeit möglichst vieler Tauschringe
und ihren Mitgliedern die Politik auf unsere Anliegen aufmerksam
zu machen. Mit einem starken Wir-Gefühl könnten wir einiges
erreichen. Wir müssen innerhalb der Tauschbörsen zusammenarbeiten
und nicht gegeneinander!
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Siegfried Look, Tauschring Vogtland
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Seit fast neun Jahren arbeite ich in meinem Tauschring mit. Dabei
erlebe ich hautnah, wie sich ein TR wandeln und entwickeln kann.
Da mir einige zurückliegende Entwicklungstendenzen in meinem
TR nicht gefielen, versuchte ich Antworten durch intensives Nachdenken
über die grundsätzliche Idee eines TR zu finden. Antworten
und viele Anregungen habe ich bei den Bundestreffen, an denen ich
seit Karlsruhe teilnehme, bekommen. Seitdem liegt mir die Entwicklung
einer Bundesstruktur am Herzen. In allen AGs, die es in den zurückliegenden
Jahren dazu gab, habe ich versucht mitzuarbeiten. Meine Ansichten
bezüglich einer Bundesstruktur durchliefen dabei eine fortlaufende
Entwicklung. Von anfänglich einem Bundesvorstand über
ein es geht überhaupt nicht bis zu der Ansicht, wir brauchen
mehrere Bundesstrukturen ist diese Entwicklung durchaus nicht abgeschlossen.
Im vergangenen Jahr in Berlin sagte ich, wenn es kein Interesse
und keinen Bedarf an einer Bundesstruktur gäbe, dann wäre
dieses Thema seit langem gestorben. Aber es lebt, und ich war sehr
glücklich, als sich in Berlin einige Unverzagte vornahmen über
den Zeitraum des BT hinaus eine AG zu betreiben, die sich mit diesem
Problem weiter beschäftigen wollte. Die Praxis zeigt, dass
ein solches Vorhaben durchaus eine Eigendynamik entwickeln kann.
Was ursprünglich eine AG zur weiteren Beschäftigung mit
der Idee Schaffung einer Bundesstruktur war, wurde sehr schnell
zu einer AG, die sich mit Ideen zur Förderung von bürgerschaftlichem
Engagement beschäftigte, ja bis hin zu einer Vereinsgründung.
Ja, ich bin Mitglied des Gründungsteams, weil ich die Idee
durchaus für gut befinde.
Aber, wir haben uns in der Arbeitsgruppe zu weit von unserem selbst
gesteckten Ziel entfernt. Ich appeliere deshalb an alle AG Mitglieder
und an alle TR, die uns in unserem Informationsportal erreichen
können, weiter an den Überlegungen zur Schaffung einer
Bundesstruktur mitzuarbeiten.
Wir treffen uns in wenigen Wochen, ja zu was, einem Bundestreffen,
oder zu einem Treffen ganz neuer Qualität?
Einen letzten Apell möchte ich noch loswerden, bitte ihr Beleidigten,
Gekränkten, Unverstandenen, bitte springt über Euren Schatten
und arbeitet mit, Ihr mit Eurer Erfahrung und Eurem Wissen seit
dringend erwünscht.
Ich habe viele Ideen, Ihr sicher auch, deshalb möchte ich
weiter in dieser AG mitarbeiten.
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Joyce Mayer, LETS-Tauschnetz München
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Bei der AG möchte ich mitarbeiten, weil ich davon überzeugt
bin, dass die Tauschbewegung eine Lobby braucht, um sich in der
heutigen Demokratie zu behaupten. In den 5 Jahren, seit ich aktiv
dabei bin, zunächst im Tauschring und dann im Lets-Tauschnetz
München, habe ich einsehen müssen, dass die Tauschringe
wenig Akzeptanz bei der Bevölkerung besitzen und dass sie ihre
soziale Funktion bisher nicht eindeutig definieren konnten. Der
organisierten Nachbarschaftshilfe fehlt es noch an Organisation,
vor allem an rechtlichen Strukturen.
Parallel zu den Tauschringen entwickeln sich seit etwa 5 Jahren
Regionalgeld-Initiativen, die neuerdings eine leistungsorientierte
Wertschöpfung befürworten und daher eine Zusammenarbeit
mit ihrem regionalen Tauschring anstreben. Das beste Beispiel dafür
ist Sterntaler im Berchtesgadener Land. Indem ich Erfahrung mit
beiden Richtungen dieser Gemeinwohl-Ökonomie besitze, hoffe
ich einen kleinen Beitrag zu ihrer gesellschaftlichen Orientierung
beisteuern zu können.
Ausgebildet wurde ich in einem Buchverlag als Lektorin, und als
Zeitschriftenredakteurin war ich in erster Linie im Verlagsmanagement
tätig. Aufgewachsen in Neuengland, USA, kam ich als Fulbright-Stipendiatin
1963 nach Deutschland. In den USA hatte ich schon die Hochschulabschlüsse
B.A. und M.A. in Geschichte, Philosophie und Romanistik erworben.
An der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München wurde
ich zum Dr. phil. in Geschichte und Germanistik promoviert.
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Horst Petzel, Zeitbörse Baunatal
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Als Mitglied der Zeitbörse Baunatal interessiere ich mich
für die Arbeit der AG Tauschringe im Dialog. Schon während
meines Studiums der Physik wurde durch die Mitarbeit von Freunden
in verschiedenen Tauschringen mein Interesse an Tauschsystemen geweckt.
Vor einem Jahr trat ich der Zeitbörse Kassel bei. Aufgrund
einiger menschlicher Unstimmigkeiten innerhalb der Zeitbörse
und darin begründetem Unwohlsein trat ich vor kurzem der Tauschbörse
Baunatal bei.
Ich reise gerne und bin auch beruflich viel in Deutschland unterwegs.
Da es innerhalb einer Tauschbörse stets nur ein begrenztes
Tauschangebot gibt, es andererseits aber schwerlich möglich
ist, Mitglied aller Tauschringe zu werden, habe ich mich an Klaus
Reichenbach gewendet, welche Möglichkeiten für ein weitergehendes
Engagement offen stehen. Von ihm und Birgit Schwetz war mit bekannt,
dass sie Mitglieder der AG Tauschringe im Dialog sind und dort auch
aktiv mitarbeiten. Es ist mir ein großes Anliegen, dass Tauschbörsen
stärker kooperieren und sich vor allem auch austauschen: mit
Erfahrungen, Ideen und Zukunftsperspektiven. Erst wenn die Tauschringe
untereinander kommunizieren, aus Fehlern oder von positiven Erfahrungen
lernen ist es möglich, Veränderungen zu erwirken. Hierbei
möchte ich gerne aktiv mitarbeiten.
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Klaus Reichenbach, Zeitbörse Kassel
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Einsam oder Gemeinsam?
Oder - warum ich bei der AG Tauschringe im Dialog mitmache.
Tauschringe sind (auch) eine gesellschaftliche Bewegung. Wenn sie
vor allem ihre sozialen Entwicklungspotentiale wahrnehmen, können
Tauschringe einen wichtigen Beitrag für eine positive Entwicklung
leisten.
Vor diesem Hintergund habe ich im Januar 1995 die Zeitbörse
Kassel mitgegründet und bin dort seitdem ohne Unterbrechung
nicht nur als Mitglied, sondern auch in einer verantwortlichen Position
aktiv. Am Anfang habe ich so ziemlich alles gemacht, was so anfällt,
damit ein Tauschring funktionieren kann. Sprechzeiten, Datenpflege,
Neu-Mitglieder beraten, die Marktzeitung (in Kassel "Kreative
Seiten"). Später war ich im Organisationsteam für
Öffentlichkeitsarbeit und Finanzen zuständig. Seit 1999
haben wir eine vereinsähnliche Struktur. Seit dem bin ich mehrmals
für den Bereich Finanzen gewählt worden.
Parallel dazu habe ich immer auch den überregionalen Zusammenhang
gesehen. Ich war auf dem ersten Tauschringtreffen 1995 in Berlin,
habe auch an den meisten folgenden Treffen teilgenommen. Das Bundestreffen
1997 in Kassel habe ich als verantwortlicher Koordinator durchgeführt.
Seit 1998 habe ich mich auch immer wieder an der bundesweiten Vernetzung
der Tauschringe beteiligt. Ich war Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft,
die nach dem Bundestreffen 1997 gründete, habe in der AG mitgewirkt,
die 2003 nach Bad Aibling einen weiteren Vernetzungsversuch machte.
Alle diese Bemühungen waren mühsam und erschienen mir
2005 eigentlich als zwecklos. 1997 habe ich einen Workshop mit dem
Titel "Einsam oder gemeinsam?" durchgeführt. Nun
stand für mich vor dem BT in Berlin fest: Tauschringe wollen
einsam sein. Ich half bei der Vorbereitung und fuhr mit der festen
Überzeugung an die Spree: das war's dann mit der Tauschringvernetzung.
Wie man sich dann doch täuschen kann! Aber vielleicht liegt
es ja auch daran, dass ich im Grunde immer noch überzeugt bin,
dass Tauschringe einen Riesenschritt in der Entwicklung machen können,
wenn sie endlich mal miteinander arbeiten.
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Peter Scharl, Tauschring Nimm & Gib Memmingen
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Der Peter Scharl ist ja kein "Unbekannter" in der TR-Landschaft!
;-))) Ich war vor ca. 5 Jahren als Delegierter des TR Ulm beim Bundestreffen
in Hamburg dabei. Dort bekam ich mit, wie ein Großteil der
Anwesenden ganz aufgescheucht waren wegen eines "Vereines"
für eine Bundesstruktur, von dem unbekannt und nicht herauszufinden
war, wer das macht und was das für Hintergründe hat.
In Hamburg lernte ich auch Schorsch Kistner vom TR Bruchsal kennen,
der mir vollste Unterstützung bei den Anfängen eines Tauschringes
zuhause in Memmingen versprach. Mit der Unterstützung der TR
aus Ulm und Bruchsal entstand vor fast 5 Jahren der TR NIMM &
GIB Memmingen. Heute hat dieser TR fast 200 Teilnehmer. Ich bin
mit im Vorstand des TR.
So unbedarft wie ich damals war wagte ich es, über den "Verein",
der da in Hamburg im Gespräch war, einiges was in einer damaligen
TR-yahoo-Liste bekannt war, in einer zweite yahoo-Liste zur Diskussion
einzustellen. Das führte damals dazu, dass Rainer Vieregg,
Astrid Linz und ich achtkantig aus der ersten Liste rausflogen,
weil wir anscheinend was "verraten" hatten. Wir "drei
ET's" (enfantes terribiles - fürchterliche Kinder) initiierten
dann als Gegenpol die www.tauschringe.info,
weil wir meinten, dass in der TR-Landschaft die Transparenz und
Offenheit sehr wichtig sind.
Und genau das, die Transparenz und Offenheit, ist auch der Grund,
warum ich mich beim Bundestreffen in Berlin zur "AG Tauschringe
im Dialog" gemeldet habe. Das war nämlich auch die Maxime
der Workshops zu einer sich bildenden Bundesstruktur, die bis zum
nächsten TR-Treffen weiterarbeiten sollte.
Nun gehöre ich auch zu den Initiatoren des "Treffen der
deutschsprachigen Tauschsysteme" in Wangen und freue mich auf
weiteren fruchtbaren Dialog zum Thema.
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Rolf Schilling, Tauschring Cambodonum Kempten
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Ich bin seit September 2006 bei der Arbeitgemeinschaft Tauschringe
im Dialog, um diesen einen anerkannten Status im Bereich der alternativen
Währungssysteme zu geben und sie aus der Grauzone zwischen
Schwarzarbeit und Billigwährung herauszuführen. Dazu biete
ich meine Erfahrungen in Fragen Steuer und Recht sowie im Umgang
mit den Behörden für private Teilnehmer, aber auch für
Kleinbetriebe, die ihre Talenten unter Beweis stellen und regionalwirtschaftlich
denken und handeln wollen. Zudem ist es mir ein Anliegen, die Tauschaktivitäten
zwischen den einzelnen Ländern stärker zu entwickeln,
um die Botschaft zu vermitteln, dass Tauschen grenzenlos sein kann.
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Martin Schmidt-Bredow, LETS-Tauschnetz München
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Mich interessiert brennend die Idee, soziales Miteinander zu verbinden
mit der Schaffung eigener Kaufkraft. Fasziniert von den Zeitbanken
in Japan ("Beziehungspflegeticket") oder Seniorengenossenschaften
in Hessen/BaWü, die über den kurzfristigen Tauschaspekt
der Tauschringe hinausgehen, habe ich das Konzept "Zeitbank
für München" entwickelt und damit den 1. Preis der
Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München gewonnen.
Ziel ist eine für Jahrzehnte tragfähige und juristisch
akzeptierte Grundlage zu schaffen, die sich vernetzt mit Sozialorganisationen
und öffentlichen Trägern. Ich denke, es sinnvoll ist,
zumindest auf Bundesebene über Aspekte des "Langzeitsparens"
auf Zeitkonten für Alter und Krankheit nachzudenken und Möglichkeiten
zu entwickeln.
Ausgebildet als Diplomkaufmann und Wirtschaftsgeograf, war ich
während meines Studiums zehn Jahre in der Politik und als Assistent
dreier Bundestagsabgeordneter tätig, bevor ich mich aus dem
etablierten Poltikbetrieb zurückzog. Nach Lehr- und Forschungsaufträgen
an verschiedenen Hochschulen in Bayern und Sachsen sowie an 14 VHSen
habe ich 2004 die Ausbildung als Referent für komplementäre
und soziale Währungsformen bei Prof. Margrit Kennedy gemacht
und mich bei den RegioGeldinitiativen in Augsburg und München
engagiert. Seit 1998 bei Tauschringen Mitglied, erscheint mir Zeit
als eine besondere Währung, die auch zur sozialen und Altersabsicherung
eingesetzt werden sollte ähnlich wie in Japan, wo über
3 Mio. Menschen über Zeitguthaben verfügen bzw. für
Mitmenschen organisierte Nachbarschaftshilfe erbringen.
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Rolf Schröder, Talente Tauschring Hannover
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Ich bin seit 1999 Mitglied im Talente Tauschring Hannover. Von
2001 bis zum Frühjahr 2006 habe ich zu den OrganisatorINNEN
dieses Tauschringes gehört. Dieses Engagement habe ich beendet,
weil ich inzwischen nach Bremen umgezogen bin. Auch möchte
ich nach mehr als fünf Jahren meine praktische Arbeit in ein
neues Feld verlagern. Von dem "Tauschvirus" wurde ich
im Jahre 1986, also bereits vor etwa zwanzig Jahren infiziert. Seither
habe ich zu diesem Themenkreis einiges geschrieben; eine Übersicht
hierzu finden sich auf meiner Homepage.
Ich möchte allerdings betonen, dass ich nicht zu denen gehöre,
die irgendwelche Theorien in die Praxis umsetzen wollen. Ich glaube,
dass die Struktur dieser Arbeitsgemeinschaft gut geeignet ist, um
eine gewisse Einheit in der Vielfalt unterschiedlicher Tauschsysteme
zu realisieren. Mir geht es darum, die Entwicklung der Tauschringe
zu konsolidieren. "Damit alles so bleibt wie es ist, muss sich
alles ändern." Dieser Satz von G. Tomasi di Lampedusa
spiegelt die Erfahrungen aus meiner Tauschringarbeit wider; ich
denke, er hat auch eine Bedeutung für die Bundesebene. Nach
meiner Einschätzung drohen gerade den ehrenamtlich organisierten
Tauschringen Gefahren, denen wir entgegenwirken müssen.
Was kann ich noch zu meiner Person sagen? Ich bin gelernter Sparkassenkaufmann,
habe später mein Geld in der Rückversicherung verdient,
eine Arbeit, die mich durch halb Europa geführt hat. Studiert
habe ich in
Bremen und Leeds (Diplom-Betriebswirt und BA (Hons)) sowie "International
Studies" an der Warwick University (MA).
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Birgit Schwetz, Zeitbörse Kassel
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Einer für Alle ! Alle für Einen !
Ich bin seit 2004 Mitglied in der Zeitbörse Kassel. Dort habe
ich 1 Jahr im Vorstand der Zeitbörse mitgearbeitet und ich
habe in der Zeit viele Treffen organisiert sowie unser 10 Jähriges
Jubiläum mit organisiert. Seit dem 1. Treffen der AG in Kassel
arbeite ich dort mit und führe seit dem auch das Sekretariat.
Ich finde es ganz wichtig eine Stelle für alle 320 Tauschringe
zu haben, an die sich alle wenden können, wenn sie denn wollen.
Da in der AG viele Experten sind, ob für Steuerliche Fragen
oder auch für Informationen zur Gründung für neue
Tauschringe, finde ich diese Arbeit sehr wichtig.
Meine Aufgabe in der AG besteht darin die Koordinierung der Anfragen,
Weiterleitung etc. z.B. Anfragen zu sichten und demjenigen zukommen
zu lassen der Antwort geben kann. Texte weiter zu leiten und alle
an Termine zu erinnern. Koordinierungsstelle wird so etwas wohl
auch genannt. Als gelernte Verwaltungsfachangestellte, mit einigen
Jahren Berufserfahrung, fällt diese Aufgabe in mein Fachgebiet.
Durch die AG, Ihre Treffen und durch das Forum habe ich auch viele
interessante Menschen aus der "Tauschring Gesellschaft"
kennengelernt und diese haben in mir den Wunsch geweckt, eine Bundesstruktur
mit zu entwickeln. Nur gemeinsam sind wir so stark den Politikern
so weit die Augen zu öffnen um endlich eine Wende in deren
Gedankenstrukturen zu bewirken. Wir haben es geschafft, wenn die
Politik unsere Tauschringgesellschaft als ganzen Ernst nimmt. Rechnet
mal die ganzen Mitglieder aller Tauschringe zusammen und ihr werdet
sehen, welche Macht wir als "Wähler" und Tauschringmitglieder
hätten , bzw. haben wenn wir zusammen arbeiten.
Mein Größte Inspiration ist Klaus Reichenbach, denn
er hat mich mit dem "Tauschring Virus" infiziert und meinen
"Geist" geöffnet, welche Möglichkeiten es bei
einer gemeinsamen Zusammenarbeit der Tauschringe noch geben könnte.
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